Norbert Glaab bringt’s in seinem Artikel “Nicht wissen, was man weiß” auf den Punkt:
Die Art und Weise wie wir unsere Umwelt wahrnehmen beeinflusst unser Erleben, Denken und Handeln.
Nun stellt sich die Frage, welche Möglichkeiten es gibt, aktiv in diesen scheinbar autonomen Prozess der Wahrnehmung steuernd einzugreifen. Tendenziell orientiert sich die Mehrheit der Menschen an ihren bisherigen negativen Erlebnissen und Erfahrungen. Darin liegt die Hoffnung, in Zukunft derartige oder ähnliche Ereignisse vermeiden zu können. Diese Orientierung bewirkt eine Verschiebung des individuellen Aufmerksamkeitsfokus hin zu negativen Aspekten im Spektrum der Wahrnehmung unserer Umwelt. Negative Aspekte werden verstärkt wahr-genommen; die Vermeidungsstragie scheitert kläglich – ja bewirkt sogar das Gegenteil des erhofften. Zielführend ist ein ergebnisorientierter Aufmerksamkeitsfokus und zwar auf positive Erfolge. Bei Flucht liegt dann der Fokus auf Entkommen-sein und nicht auf Fliehen, sowie beim Suchen auf dem Finden.
Ausgangsbasis für eine gesunde Orientierung des Aufmerksamkeitsfokus auf hilfreiche Wahrnehmungselemente sind unsere Gedanken und unser innerer Dialog. Wir bewerten im Zuge eines Tages eine Unzahl an verschiedenen Zuständen: “Das hab ich wieder so und so gemacht.”, “Das ist so und so gelaufen.”, etc. Und mit der Beharrlichkeit der Art und Weise wie sorgsam man mit seinen Gedanken und sich selbst umgeht – verändert sich auch die Aufmerksamkeit und damit die persönliche Wahrnehmung. Ja, es braucht Zeit – aber es lohnt sich!
Alles Gute beim neuen Erleben trainieren!
Liebe Grüße,
Harald

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