Sowohl unser Selbstbild, als auch das Bild, das andere von uns haben, setzt uns unter Druck, uns konform diesen Bildern zu verhalten. Innerhalb dieses Spannungsfelds entsteht Verhalten. Wie können wir nun darauf Einfluss nehmen? Und was haben wir davon? Darum gehts in diesem Artikel.
Jeder von uns hat ein mehr oder weniger fixes Bild von sich selbst. “Ich bin ein Mensch der…”, hört man da oft oder “Ich bin nicht der Typ für…”. Um dieses Selbstbild aufrecht erhalten zu können reagieren wir in Alltagssituationen mit selbstbildkonformem Verhalten.
Das Gleiche gilt für das Bild, das andere Menschen von uns haben – das Fremdbild.
Manchmal staunen wir vielleicht sogar über so manche Rückmeldung eines Gegenübers über uns selbst. Da werden wir zum Beispiel als selbstbewusster oder kompetenter beschrieben, als wir uns selbst zuschreiben würden. Oder wir werden mit Eigenschaften attribuiert, die wir so nicht als unsere Eigenschaften beschrieben hätten. Wie auch immer dieses Fremdbild nun konkret aussieht, wir haben den immanenten Drang, uns diesem Fremdbild konform zu verhalten.
Wir sind also zweierlei Druck ausgesetzt – einem Druck von Innen und einem Druck von Außen.
Hinzu kommen noch unsere inneren Antreiber, die uns im wahrsten Sinne vor uns selber hertreiben und diesen Druck noch zusätzlich erhöhen. Es handelt sich dabei um Glaubenssätze unterschiedlicher Ausprägung:
- Sei perfekt!
- Sei stark!
- Streng Dich an!
- Mach’s allen recht!
- Beeil Dich!
Was ermöglicht uns nun, diesen Druck auf unser Selbst zu verringern und das Spannungsfeld zwischen Innen und Außen abzubauen?
Das Selbstbild heißt Selbstbild, weil ich mir dieses Bild selbst mache. Wie sehen meine Ansprüche an mich in den verschiedensten Lebensrollen (Vater, Bruder, Lebenspartner, Chef, Teammitglied, oder äquivalent Mutter, Schwester etc.) aus? Woran messe ich, ob diese Ansprüche realistisch und erfüllbar sind? Und was hindert mich daran, mich neu zu erfinden und ein neues Selbstbild zu erschaffen. Und das durchaus auch unter Anleitung, so es nicht so einfach gelingen mag?
Wie siehts mit meinem Fremdbild aus? Nun auf dieses Fremdbild habe ich genau betrachtet relativ wenig Einfluss. Es entsteht in den Köpfen anderer Menschen. Ich kann mir lediglich die Frage stellen, warum es mir wichtig ist, was andere Menschen über mich denken. Oder, wenn das Fremdbild viel positiver ausfällt, als das Selbstbild, kann ich mich fragen, wodurch diese Divergenz der beiden Bilder entsteht.
Für den Anfang ist es schon sehr hilfreich ein wenig in mich hinein zu hören und nach zu spüren, welche der oben angeführten Antreiber bei mir besonders stark ausgeprägt sind. Und dann kann man sich anschauen, welche “Erlauber” es braucht, um diesen Antreibern entgegen zu wirken. Beispiel: Sei perfekt -> Hab Mut zu Fehlern, denn aus Ihnen lernst Du am Meisten.
Gerade die etwas ruhigere Feiertagszeit ist speziell günstig sich selbst etwas Zeit zu schenken – ein wirkungsvolles Geschenk an sich selbst, das es ermöglicht, die kommenden Aufgaben im nächsten Jahr mit mehr Ruhe und Gelassenheit anzugehen.
Viel Erfolg dabei!
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3 Kommentare zu “Wie Selbstbild und Fremdbild Verhalten beeinflusst”
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Lieber Harald,
ich wünsche Dir alles Liebe und Gute mfür das neue Jahr.
Mögen Dein Selbstbild und Dein Fremdbild immer im Lichte leuchten.
Herzliche Grüsse nach Wien
Norbert
PS:
Es gibt was Neues
http://innovation-neu-denken.de/
Lieber Harald,
sehr schöne Gedanken. Offensichtlich gehörst Du auch zu den Positiverdenkenden.
Mehr zum Thema oben (Antreiber) gibts auf www.positiverdenken.de im “positiver denken Tipp #56 – Weg mit den inneren Antreibern! (http://www.falko-graf.de/mySQL/wordpress/?p=130)” und “positiver denken Tipp #120 – Verabschieden Sie sich von Ihren “Antreibern” (http://www.falko-graf.de/mySQL/wordpress/?p=221)”.
Wenn ein Positivdenker jemand ist, der eine positive Grundhaltung hat und negative Dinge aktiv bearbeitet, statt sie sich schön zu reden, dann ja!