Wie Sie erkennen, was wirklich wichtig ist… Impulse, Anregungen und Fragen.
Es häufen sich Artikel und Seminare, die Tipps und Anregungen zum persönlichen Umgang mit der Zeit bieten. Dabei entsteht der Eindruck, es ginge darum, die zur Verfügung stehende Zeit noch effizienter (aus) zu nutzen. Also noch mehr Arbeit in noch kürzerer Zeit? Doch worauf kommt es wirklich an beim Thema Zeit? Darauf möchte ich den folgenden Zeilen persönliche Anregungen anbieten.
Ich sitze im Zug nach Klagenfurt und lasse die vergangenen Wochen Revue passieren. Meine Fragen an mich selbst sind: “Was war wichtig, Was nehme ich mir für die Zukunft mit und Was lasse ich hinter mir?” Die vergangenen Wochen waren emotional unterschiedlich gefärbt und sehr dicht mit unterschiedlichen Höhen und Tiefen bestückt. Ja, Geschwindigkeit spielt in mehreren Facetten eine Rolle. Doch ich glaube, dass etwas ganz anderes noch viel wichtiger ist, als der Versuch, sich im persönlichen Empfinden zu be- oder entschleunigen. Noch schneller, noch perfekter, noch stärker, noch mehr anstrengen, noch mehr rechtmachen – und als ob’s nicht schon Herausforderung genug wäre – das Ganze auch noch in noch kürzerer Zeit. Alles schön und gut, nur auf der Strecke bleibt all das was (wirklich) wichtig ist.
Das Wichtige rechtzeitig – müsste es vielmehr heißen. Traurig sein, wenn es Zeit ist zu trauern – fröhlich sein, wenn es Zeit ist, froh zu sein. Sich besinnen, wenn Zeit für Besinnlichkeit ist. Und nicht nur zu vorgegebenen Gesellschaftsterminen. Sich besinnen heißt auch, sich bewusst zurück zu nehmen und seinen Sinnen eine Chance zu geben, nach zu spüren, wie es einem geht und was genau wichtig ist. Nun bleibt die Frage, woran man erkennen kann, was wichtig ist. Das zu erkennen beginnt mit einem Geschenk:
Sich Zeit für sich selbst zu nehmen, bedeutet, sich ein Geschenk zu machen. Es bedeutet, sich aufzuwerten und sich selbst darauf hinzuweisen, dass man sich selbst vertrauen kann. Dass man darauf Vertrauen kann, dass man sich selbst wichtig ist (Selbstvetrauen) und dies sich selbst gegenüber aktiv erfahrbar macht. Für so viel anderes ist Zeit, nur für sich selbst nicht. Ist das eher eine Auf- oder eine Abwertung, im Umgang mit sich selbst? Ist das eher förderlich oder eher hinderlich, was das Selbstvertrauen angeht? Der erste Schritt im Erkennen was wichtig ist – ist sich Zeit zu nehmen. Und was sind die nächsten sinnvollen Schritte?
Was wird von einem aufs andere aufgeschoben, was einem wichtig ist (oder war)? Was ist man bereit für andere erfahrbar zu machen, was man sich selbst –nicht– selten zugesteht? Wie ist das so, in sich hinein zu spüren? Und wie ist das so, sich vorzustellen, wie es sich für einen in ein, zwei, drei Jahren anspüren könnte? Wie ist das mit dem aktuellen Kurs den man eingeschlagen hat? Die weiteren Schritte können vielfältig aussehen. Sie entstehen fast von allein – nach dem ersten Schritt.
Viel Erfolg beim ersten Schritt!
Harald
Ihnen gefällt dieser Artikel? Abonnieren Sie meinen RSS feed!
Tags: selbstvertrauen, zeit


