Norbert Glaab bringt’s in seinem Artikel “Nicht wissen, was man weiß” auf den Punkt:
Die Art und Weise wie wir unsere Umwelt wahrnehmen beeinflusst unser Erleben, Denken und Handeln.
Nun stellt sich die Frage, welche Möglichkeiten es gibt, aktiv in diesen scheinbar autonomen Prozess der Wahrnehmung steuernd einzugreifen. Weiterlesen
Manchmal mag’s durchaus erleichternd sein, sich so richtig über das eine oder andere Problem ausschütten zu können. Einfach nur darüber zu reden und zu reflektieren, wie’s einem damit geht. Gemäß John Gray (Frauen sind anders – Männer auch) ist das vor allem bei Frauen eine beliebte Problemverarbeitungsstrategie. Das ist solange ok, solange man sich im Klaren ist, dass eines dabei nicht passiert: Das Problem wird nicht gelöst. Darum ist’s auch keine Problembearbeitungsstrategie. Zur Problemlösung ist ein über das Problem sprechen alleine nicht ausreichend. Hier gilt der Grundsatz: “Das Sprechen über Probleme schafft Probleme” und “Das Sprechen über Lösungen schafft Lösungen“. Solange die Aufmerksamkeit beim Problem bleibt, wird die Wahrnehmung auf “problematisch” geeicht und es können nur mehr problemverstärkende Eindrücke gewonnen werden. Gelingt es jedoch, die Aufmerksamkeit in Richtung Lösung zu bringen, so können verstärkt Eindrücke wahrgenommen werden, die zu Lösungen führen. In Beraterkreisen werden Menschen, die keine Lösungen wollen, sondern nur über das Problem sprechen übrigens “Kläger” genannt. Und da sag mir mal wieder einer, dass Sprache keine Wirklichkeit konstruiert. Viel Erfolg beim nächsten Problem (sorry) Lösungsgespräch!

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